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Einweihung Elfengrund EINS

„Die gute Stube von Trautheim“

Seit Samstag, den 5. März 2016 finden Gottesdienste in Trautheim nicht mehr im Wohnzimmer der Familie Grünewald statt, sondern im Saal des Hauses „Elfengrund EINS“.

Aus dem ehemaligen Evangelischen Gemeindehaus ist nach nur achtmonatiger Umbauzeit ein Gebäude geworden, das ganz unterschiedlich genutzt werden kann und wird – für Ortsbeiratssitzungen, Volkshochschulkurse, Kulturveranstaltungen des Vereins Trautheimer Bürger, Gottesdienste und Treffen kirchlicher Gruppen.

Beim so genannten „Pre-Opening“ am 4. März konnten geladene Gäste die neuen Räumlichkeiten besichtigen. Entstanden ist im Erdgeschoss ein heller Saal von zirka 70 Quadratmetern mit bodentiefen Fenstern zum Garten hin, eine Rampe ermöglicht den barrierefreien Zugang vom Parkplatz aus. Die neue Küche, die an den Saal grenzt, ist zweckmäßig eingerichtet,und die sanitären Anlagen entsprechen ebenso modernem Standard wie die Wohnung im ersten Stock. Bei der feierlichen Einweihung lobte Pfarrer Christoph Mohr den neuen und vorbildlichen Weg, den bürgerliche und kirchliche Gemeinde hier beschritten haben. Sie bündeln Ressourcen und betreiben gemeinsam dieses Haus. Dies ermögliche ein „Miteinander für die Menschen des Ortsteils Trautheim – um sich zu treffen, sich zu bilden, sich sportlich zu betätigen, Entscheidungen zu beraten und Gottesdienste zu feiern. Daher habe die Bezeichnung „Elfengrund EINS“ die kirchlichen und kommunalen Vertreter überzeugt, sei Adresse, Name und Programm zugleich. Für Christoph Mohr lässt sich auch aus den biblischen Texten der Name des Hauses ableiten: In einer Abschiedsrede vor seiner Verhaftung und Kreuzigung bittet Jesus Christus die Jünger, „dass sie alle eins seien“ (Johannes 17,21). Jesus fordere damit, so der Theologe, „eine neue Haltung des Zusammenlebens zu entwickeln und solidarisch zu handeln“. Während der Andacht brachten die Frauen und Männer des Vorstands der Evangelischen Kirchengemeinde ihre Segenswünsche für das gute Miteinander in diesen neu gestalteten Räumen zum Ausdruck und legten symbolisch Kerze, Brot, Salz, Kelch und Bibel auf den Altartisch.

Dass der relativ kurzen Bauzeit ein jahrelanger und schwieriger Entscheidungsprozess vorausgegangen war - in den kommunalen Gremien wie auch innerkirchlich - zeigte Christoph Mohr noch einmal auf. Bereits 2009 gab es erste Planungen für einen Umbau seitens der Kirchengemeinde, doch erst 2014 konnten die Verträge unterzeichnet und detaillierte Pläne ausgearbeitet werden. Mühltals Bürgermeisterin Dr. Astrid Mannes bezeichnete das Gebäude ‚Elfengrund EINS‘ als „das sehr schöne Ergebnis eines langen Prozesses, der nicht immer ganz einfach war.“ Die bürgerliche Gemeinde habe sich Zeit für eine ausführliche Beratung genommen. „Dieser Saal ist die gute Stube von Trautheim, die viele Veranstaltungen, viele Begegnungen und ein Miteinander ermöglicht“, sagte Mannes. Es sei ein idealer Raum in zentraler Lage mit einer Bushaltestelle in der Nähe, sodass auch Menschen, die älter sind oder über kein Auto verfügen, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen könnten. Der bis Ende Februar genutzte Bürgersaal "In der Röde" sei ebenso wie das evangelische Gemeindehaus nur gelegentlich genutzt worden. In der Kommune wie auch in der Kirche müsse gespart werden, und so habe man mit diesem gemeinsam genutzten Gebäude Synergien geschaffen. Mannes erinnerte noch einmal an die Diskussionen in den kommunalen Gremien zur Frage: Benötigen die Bürgerinnen und Bürger von Trautheim überhaupt einen Saal? „Wir haben mehrheitlich in den Gremien entschieden, dass wir diesen Raum wollen.“

Für Dekan Arno Allmann „kommt dem neuen Ortsteilzentrum eine zukunfts- und wegweisende Bedeutung zu – für unser Dekanat und die gesamte Landeskirche“. Das vom Bundesbauministerium initiierte Projekt „Kirche findet Stadt“ habe gezeigt, dass der gemeinsamen Nutzung von kommunalen wie auch kirchlichen Immobilien eine große Bedeutung für die gemeinwesenorientierte, inklusive Arbeit vor Ort zukomme.

Das umgebaute Haus aus den 1950er Jahren wirkt innen und außen wie ein Neubau. Die Gebäudehülle inklusive Fenster und Türen sowie die Heizungstechnik wurden so ertüchtigt, dass ein hoher energetischer Standard erreicht wird - was die Betriebskosten deutlich senkt. Architekt Jochen Dreibholz von der Planungsgruppe drei (P3) hat als Bauleiter das Vorhaben begleitet und erläuterte, dass das Erdgeschoss komplett entkernt wurde, um Räume zu schaffen, die den vielfältigen Nutzungsansprüchen gerecht werden. Das reiche von der Kücheneinrichtung über die Technik für multimediale Präsentationen bis zur lärmschluckenden Decke im Saal.

Musikalisch umrahmt hat die Eröffnungsveranstaltung eine dreiköpfige Jugendprojektband der Evangelischen Kirchengemeinde.

  • Ev. Kirche Nieder-RamstadtEinweihung Elfengrund 1
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