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Wie war's - Kursrückblicke

Liebe in Aktion - Eindrücke von einer Abschlussparty

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Krise als Chance - Wie der Ehekurs uns unterstützt hat

P. wurde vor einiger Zeit schwer krank. Die Schwiegereltern des Ehemanns und der Schwiegervater der Ehefrau verstarben in dieser Zeit. Die akute Krankheits- und Trauerphase erlebten wir beide als Paar sehr intensiv und verbindend. Von gut 3 Jahren Krankheitsbewältigung allmählich zermürbt und gefangen in unserer jeweiligen Rolle (Pfleger/Gepflegte) drifteten wir jedoch Zug um Zug weit auseinander, die Beziehung erkaltete. Beschwert wurde dieser Zustand durch F., der sich auf einen Seitensprung mit einer anderen Frau einließ. So hatten wir bereits einige Monate der intensiven Auseinandersetzung und der gemeinsamen Lektüre mit einschlägigen Ratgeberbüchern hinter uns.

Da F. nicht mit einer Paartherapie einverstanden war, entschlossen wir uns, am Ehekurs teilzunehmen. Mitentscheidend für die Teilnahme war das Grundkonzept, demzufolge keine Gruppendynamik vorgesehen ist. Jedes Paar sitzt an einem eigenen Tisch, Gespräche zum Thema finden nur zwischen den jeweiligen Partnern statt. Das war insofern oft hilfreich, als einige der in den Filmen eingestreuten Übungen durchaus fordernd waren und mitunter erstaunlich unterschiedliche Vorstellungen entstanden, wie diese Übungen wohl zu verstehen oder zu bewältigen seien.

Aus unserer Sicht handelt es sich um einen gut strukturierten „Wieder-Auffrischungskurs“ für Partnerschaften, in denen ein wenig die Luft raus ist; die Gefahr laufen, allmählich zu veröden. Haben Paare - wie wir - tiefergehende Konflikte zu bewältigen, dann kann der Ehekurs ein denkbarer Teil des Weges sein, die Partnerschaft wieder zu heilen. Er kann kein Ersatz für eine weitergehende gemeinsame Auseinandersetzung oder eine Paartherapie sein.

Wir wurden durch 7 gut aufeinander aufbauende Themen geführt. In den Filmsequenzen wechselten sich Grundlagenvermittlung, Interviews und Übungen ab. Ein ganz wesentlicher Bestandteil war die Einführung in einige Grundregeln konstruktiver Gesprächsführung, was sich in der praktischen Umsetzung mitunter als rechte Herausforderung herausstellen sollte. Für jedes Thema gab es zudem auch gemeinsam zu bewältigende Hausaufgaben. So führte der Kurs ganz automatisch ritualhaft zu fest umrissenen Zeiträumen, in denen wir uns um uns als Paar kümmern sollten und wollten.

Die Hinführung zu solchen Ritualen und Regeln sind eine der Stärken des Kurses -sie sind aber ggfs. auch eine Gefahr, wenn man die Regeln allzu starr und schematisch anwenden möchte. Als Kurs, der sich das Ziel gesetzt hat, einer Partnerschaft wieder auf die Sprünge zu helfen, fehlt ihm ein ganz wesentliches Thema: Wie trennt sich ein Paar eigentlich mit Anstand? Wer Hilfe zu dieser Fragestellung sucht, der sollte sich in einschlägiger Literatur informieren oder paartherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.

Wir haben den Kurs mit Gewinn besucht und werden versuchen, einige Dinge davon in unseren Alltag einfließen zu lassen. Ich habe festgestellt dass unser Fundament aus unseren Unterschieden besteht; es gilt, in der Ehe nicht alles gleich zu machen. Wir haben Möglichkeiten gefunden, Auseinandersetzungen mit weniger verletzendem Streit zu führen, z.B. auch auf den richtigen Zeitpunkt zu achten. Wir haben unsere gegenseitigen Bedürfnisse kennengelernt und dass es wichtig ist, auf die Bedürfnisse des Partners einzugehen. Schlechte Gewohnheiten z.B. beim Zuhören haben wir erkannt und können sie mit Hilfe der Ehezeit verändern.

Dank gilt den Betreuern, die u.a. für die liebevolle und themenbezogene Gestaltung der Tische verantwortlich waren. Ihre freundliche und unaufdringliche Art schon bei der ersten Begrüßung konnte einen Teil der Nervosität und inneren Anspannung, die fraglos bei Kursbeginn bei uns vorhanden war, gut mildern. Mit dieser Art begleiteten sie die Abende gleichzeitig mit Zurückhaltung und dennoch mit angenehmer Präsenz. Ein weiterer Dank geht an die Küche, die uns stets mit einem wohlschmeckenden Abendbrot und feinsten Nachtischen verwöhnte und die den Abend allein schon deshalb angenehm machte, weil man nicht selber kochen musste....

P. und F. 

Ev. Kirche Nieder-RamstadtDominik & Salome
Dominik und Salome

"Ich kommuniziere immer klar und deutlich"
Was wir über unsere Ehe beim Ehekurs gelernt haben

Nein, wir hatten weder eine Krise, noch benötigten wir lebensrettende Soforthilfemaßnahmen für unsere Ehe. Aber trotz unserer noch jungen Ehe konnten auch wir schon feststellen, dass der Alltag es oft nicht zulässt, sich bewusst miteinander zu beschäftigen. Die wirklich wichtigen Dinge gehen in der Regel zwischen Terminabsprachen, Familienfest organisieren und Windeln wechseln unter. Deshalb haben wir uns zum Ehekurs angemeldet. Wir wollten das Abenteuer mit dem Titel „von- und füreinander lernen“ aktiv weiter erleben.

Besonders genossen haben wir den Start in jeden Abend. Denn dazu gab es ein leckeres Essen bei Kerzenschein. Diese halbe Stunde war für uns eine schöne Zeit, um im Kurs, aber auch beieinander anzukommen. Die danach folgenden Vorträge hielten interessante Themen, in eine gute Portion Humor verpackt, bereit. Manches davon kannten wir schon, manches war neu. Entscheidend war vielmehr, sich aktiv damit auseinanderzusetzen. Und dazu gab es zwischen den Themenabschnitten Gelegenheit. Hier war die Zeit um sich selbst über das Gehörte Gedanken zu machen und sich dann mit seinem Partner auszutauschen.

Die geschützte Atmosphäre zu zweit empfanden wir als sehr angenehm, weil man wirklich offen miteinander reden konnte. „Gestört“ wurde man höchstens von einem freundlichen Mitarbeiter, der schnell Kaffee nachgeschenkt hat. Diese Gespräche waren die wertvollste Zeit für uns. Bei einem dieser Zweiergespräche, es ging um das Thema „Kommunikation“, hörte ich (Dominik) zu meinem großen Erstaunen von Salome, dass ich mich gar nicht immer so deutlich ausdrücke, wie ich das selbst angenommen hatte. Für mich war bis dahin klar: In unserer Ehe bin ich derjenige, der klar und deutlich kommuniziert. Meine Frau hört einfach nicht richtig zu. Und so ist eine der für mich wichtigsten Lektionen aus dem Ehekurs: Zuhören darf nicht dann enden, wenn Salome zum ersten Mal Luft holt. 

Der Ehe-Kurs ist für alle da!

Ehe-Kurs. Bei einem solchen Begriff denken einige möglicherweise an therapeutische Maßnahmen und Krisenbewältigung. Doch weder steckten wir in einer Krise noch hatten wir erhöhten Problemlösebedarf als wir uns vergangenes Jahr zum Ehe-Kurs angemeldet haben. Zugegeben, unsere Ehe ist noch jung, doch lässt der Alltag mit beruflichem Stress, terminlichen Verpflichtungen und gemeinsamem Haushalt es oft nicht zu, sich Zeit miteinander füreinander zu nehmen. So sind es oft vielfältige Verpflichtungen, die die wichtigen Dinge in den Hintergrund drängen. Entspannte Atmosphäre, gedämpftes Licht, kleine fein dekorierte 2er-Tische, leise Musik, leckere Cocktails und ein sehr gutes Zwei-Gänge-Menü trugen zu einem entspannten Start in den Kursabend bei. Dieser Start in den Abend machte es uns leicht, den stressigen Tag hinter uns zu lassen und uns wohlzufühlen.

Nach dem Essen gab es einen kurzweiligen, humorigen Vortrag zum jeweiligen Thema des Abends. Währenddessen gab es immer wieder Zeit sich zu zweit über das Thema auszutauschen und darüber zu reflektieren, wie uns das Thema angeht. Einige Themen kannten wir bereits, andere stellten für uns Neuland dar. Besonders interessant war der Abend zum Thema Kommunikation. Es ging darum, dass es verschiedene Filter, also Gesprächshindernisse, gibt, mit denen wir das Gehörte aufnehmen. Für uns war die Erkenntnis, dass wir alle durch solche Filter Kommunikation wahrnehmen, auch wenn wir uns dessen gar nicht bewusst sind, neu und interessant. Diese Gesprächshindernisse erschweren das Verstehen unseres Partners.

Die geschützte Atmosphäre des Kurses hat es uns als Paar ermöglicht, offen miteinander ins Gespräch zum Thema zu kommen. Heute können wir im Alltag wahrnehmen, wenn solche Filter uns vom aktiven Zuhören unseres Ehepartners abhalten und uns umso mehr auf das Gesagte konzentrieren.

Arne und Johanna

 

 

EKNR
Michael und Hanna

Mein Mann hatte anfangs Bedenken!

Sehr gerne haben wir am Ehekurs 2016 teilgenommen! Mein Mann hatte anfangs die Befürchtung, es könne peinlich wirken, schon im zweiten Ehejahr solch einen Kurs zu besuchen. „Das sind Vitamine“, wurden wir beruhigt, „das kann man in jeder Ehephase brauchen“.

Stilvoll waren die Abende und sehr lecker das Essen. Keiner schaltete sich in unsere Zweier-Gespräche ein. Wir hatten, wie auch die anderen Paare, unseren Zweier-Gesprächs-Raum und das Team war davon überzeugt: Wir machen etwas aus dem Gehörten. Das hab ich sehr geschätzt! Die Themeninhalte und vor allem auch die Fragen, die wir uns gegenseitig gestellt haben, haben uns geholfen, uns besser zu verstehen und uns konstruktiver miteinander auseinanderzusetzen.

Sollte es eine Kurs-Fortsetzung geben, wären wir dabei!
Vielen Dank allen Mitarbeitern!

Hanna

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